Leseprobe: Schwarzkümmelöl – Anwendung und Wirkung des natürlichen Heilmittels

Vorwort

Hast du schon einmal von Schwarzkümmelöl gehört? Das Schwarzkümmelöl wird aus der Pflanze Schwarzkümmel, Nigella sativa, gewonnen, die zu den Hahnenfußgewächsen gehört und ursprünglich aus Westasien, genauer gesagt aus der Türkei und dem Irak, stammt. Mittlerweile ist die Schwarzkümmelpflanze, die eigentlich Echter Schwarzkümmel heißt, aber weiter verbreitet und auch in Nordafrika und Indien zu finden. Schon seit Jahrtausenden werden die Bestandteile der Schwarzkümmelpflanze und das aus ihr gewonnene Schwarzkümmelöl als Heilmittel innerlich und äußerlich für verschiedenste Krankheiten eingesetzt.

Vielleicht fragst du dich jetzt, wieso ich dieses Buch geschrieben habe? Für meine beste Freundin, die restlos begeistert von der Wirkung des Schwarzkümmelöls ist und all die wertvollen Informationen über dieses Heilmittel in einem umfassenden Buch auch dir zugänglich machen möchte. Ich bin keine Ärztin oder Ernährungsexpertin, sondern habe einfach ein großes Interesse an Heilpflanzen, alternativen Behandlungsmöglichkeiten, ganzheitlicher Behandlung und ernsthaft wirkungsvollen, natürlichen „Medikamenten“. Mein Ziel ist es, möglichst vielen Menschen zu helfen ein gesundes und ernsthaft glückliches Leben auf der Grundlage natürlicher Behandlungsformen, einer ausgewogenen und zum Körpertyp passenden Ernährung und einer ganzheitlichen Lebensphilosophie aufzubauen, das ganz ohne die Abhängigkeit von der Schulmedizin auskommt und die wahren Ursachen physischer und psychischer Leiden als Möglichkeit zur Weiterentwicklung wahrnimmt.

Des Weiteren bin ich bei meinem Studium der Arabistik bei der Untersuchung altarabischer Schriften über Heilkunde immer wieder über den Schwarzkümmel und seine positive Wirkung auf die Gesundheit gestoßen und finde, dass dieses Heilmittel immer noch zu wenig Beachtung findet. Im Arabischen heißen die Schwarzkümmelsamen „Habbah al-baraka“, was so viel heißt wie „segensreicher Samen“.

Aus diesem Grund möchte ich dir in diesem Buch all mein Wissen über Schwarzkümmelöl, seine Herkunft, seine Anwendungsgebiete und seine Wirkungsweise an die Hand geben, damit auch du davon profitieren kannst. Schwarzkümmelöl enthält Saponine, Bitterstoffe und sogar einen geringen Anteil ätherisches Öl – dies ist die Grundlage seiner hohen Wirksamkeit gegen verschiedenste Krankheiten. Schwarzkümmelöl wirkt entzündungshemmend, antiallergen, antibakteriell und antifungal. Ich zeige dir, wie du das Schwarzkümmelöl am besten anwendest, wie es gegen die verschiedenen Leiden wirkt und wie du durch deine mentale Haltung deine körperliche Gesundheit verbessern kannst. Das Schwarzkümmelöl ist wissenschaftlich schon gut erforscht und auf der Grundlage der herausragenden Erfahrungswerte vieler Menschen hat sich das Schwarzkümmelöl auch bei uns im Westen als fester Bestandteil der natürlichen Hausapotheke etabliert und wird zur Heilung von Grippe, Erkältungen, Akne, Bluthochdruck, Atemwegserkrankungen, Allergien und noch vielen Beschwerden eingesetzt.

Der Schwarzkümmel ist bis heute weder als homöopathisches Mittel, Naturheilmittel, noch als schulmedizinisches Medikament anerkannt. Die positive Wirkung des Schwarzkümmels als Nahrungsergänzungsmittel wurde aber zweifelsfrei nachgewiesen. Der Immunologe Dr. Peter Schleicher aus München, der das Dressurpferd seiner Tochter mit aus Ägypten eingeflogenen Schwarzkümmelsamen behandelte, äußert sich begeistert über die heilende Wirkung des Schwarzkümmels auf Asthma. Araberpferde werden schon seit Jahrtausenden bei Asthma Schwarzkümmelsamen unter das Futter gemischt. Diese Behandlung ist traditionell und wirksam!

Auch der langjährige Innenminister Dr. Friedrich Zimmermann von der CSU konnte sein Asthma-Leiden mit der Hilfe von Schwarzkümmelöl im Jahr 1996 heilen. Dies war der Auftakt für die Verwendung des Schwarzkümmelöls in der Humanmedizin im Westen.

Auch Dr. Stanley Kopok der University of Arizona äußerte sich überaus begeistert über die Kraft des Schwarzkümmelöls zur Prävention von Tumoren und der Stärkung des Immunsystems. Prof. Dr. Hildebert Wagner vom Institut für Pharmazeutische Biologie in München berichtet von der phänomenalen Wirkung der im Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öle, die positiv auf die Verdauung und die Magen-Darm-Gesundheit wirken.

Das Schwarzkümmelöl ist zwar nicht mit der kulinarischen Raffinesse eines 5-Gänge-Menüs zu vergleichen, aber was es geschmacklich nicht zu bieten hat, hat es definitiv auf der Wirkungsebene zu bieten! In den nächsten Kapiteln erfährst du, wie du das Schwarzkümmelöl bestmöglich für deine langfristige Gesundheit einsetzt!

Also, rein ins Abenteuer und viel Spaß beim Entdecken!

KAPITEL 1

Die Geschichte des Schwarzkümmelöls: Es war einmal…

Im Morgenland ist der Schwarzkümmel schon seit vielen Jahrtausenden bekannt und wird dort als Heilmittel gegen viele Krankheiten eingesetzt. Mit der steigenden Verdrängung der Naturheilkunde durch die westliche Schulmedizin gerät der Schwarzkümmel auch im Morgenland immer mehr in Vergessenheit. Die Pflanze wurde aber nicht nur zu medizinischen Zwecken, sondern auch für Schönheitsbehandlungen genutzt. Gemäß einiger Sagen über die Pharaonin Nofretete, eine Herrscherin der altägyptischen Hochkultur, verwendete Nofretete das Schwarzkümmelöl zur Heilung und Körperpflege. Angeblich fand man im Grab des Pharaonen Tutanchamun sogar eine Flasche Schwarzkümmelöl!

Auch der Begründer des Islams, Mohammed, erwähnte den Schwarzkümmel in einem Hadith: Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Im Schwarzkümmel gibt es Heilung für jede Erkrankung, mit Ausnahme des Todes „. Im Arabischen wird der Schwarzkümmel auch segensreicher Samen genannt. Damit nicht genug, denn auch in der Bibel wird Schwarzkümmel unter dem Namen Ketzah genannt. In der Antike wurden die Schwarzkümmelsamen in Brot oder Kuchen gegen Würmer, Verdauungsbeschwerden, zur Anregung des Milchflusses bei stillenden Müttern und zur Linderung von Atembeschwerden genutzt und auch Hipporates erwähnte das Heilmittel in seinen Abhandlungen. Aber damit nicht genug! Der islamische Arzt Ibn Sina erwähnte den Schwarzkümmel als Heilpflanze in seinem Werk „Das Buch der Genesung der Seele“ – welchem ich mich in meinem Orientalistik-Studium ausgiebig widmen durfte. Der Arzt Paracelsus (1493-1541 n.Chr.) empfahl den Schwarzkümmel als Heilpflanze ebenfalls in seinen Schriften. Wie du siehst, wird der Schwarzkümmel schon seit mindestens 4000 Jahren erfolgreich zur Heilung und Linderung von Krankheiten eingesetzt. Und noch heute ist das Schwarzkümmelöl in der islamischen Kultur überaus beliebt!

Im Jahr 1986 wiesen der amerikanische Arzt Dr. Al-Qâdî und sein Forschungsteam dem Schwarzkümmelöl seine immunstärkende Wirkung nach, indem die Aktivität der Abwehrzellen um bis zu 74% erhöht wurden. Ein Jahr später bestätigte eine fünfwöchige Studie mit Ratten die immunstärkende und krampflösende Wirkung, sowie die Linderung von Rheuma.

Im Jahr 1995 erschien im „Medical Plants Magazine“ ein Artikel über die positive Wirkung des im Schwarzkümmelöls enthaltenen Thymoquinon auf die weißen Blutzellen. Im selben Jahr erschien im „Internationalen Immunitätsmagazin“ ein Artikel über die Aktivität der weißen Multi-Nukleus-Blutzellen und die Wirkung auf die äußeren Lymphzellen, verursacht durch das Schwarzkümmelöl – ein Hinweis auf die positive Wirkung auf den Körper bei einer Krebserkrankung. Diese Studie zeigte, dass das Schwarzkümmelöl sich positiv auf die Bildung der Immunzellen, des Interferons, die B-Zellen und des Knochenmarks auswirkt, was insgesamt zum Kampf gegen Tumorzellen und zur Stärkung gesunder Zellen beiträgt.

Fünf Jahre später erschien im gleichen Magazin ein Artikel über die immunstärkende Wirkung des Schwarzkümmelöls, auf der Grundlage einer Studie mit Ratten. Im Jahr 1999 wurde im „Europäischen Krebs-Magazin“ ein Artikel über die Wirkung von Thymoquinon bei an Krebs leidenden Ratten veröffentlicht.

Im Jahr 2000 beschrieb das „Ethanol Medical Magazine“ die immunitätsstärkende Wirkung des aus Schwarzkümmel gewonnenen Ethanols. Im Jahr 2004 wurde eine phytochemische Studie in Isfahan durchgeführt, die ebenfalls die antientzündliche und schmerzlindernde Wirkung nachweisen konnte.

Eine Studie des amerikanischen Sloan Kettering Krebsforschungsinstitut konnte die krebshemmende Wirkung nachweisen. Der Immunologe und Naturheilkundler Dr. Schleicher aus München setzt das Schwarzkümmelöl bereits erfolgreich zur Linderung und Heilung von Allergien ein!

Im Krebsforschungszentrum in Kerala in Indien und an der Universität Kairo konnte nachgewiesen werden, dass Schwarzkümmelöl gegen Tumore eingesetzt werden kann. Am King´s College in London konnten Wissenschaftler bestätigen, dass das Schwarzkümmelöl stark entzündungshemmend und gegen Rheuma und Gelenksteife wirkt.

In einer Studie der Charité in Berlin konnte die heilende Wirkung des Wunderöls bei Asthma bestätigt werden.

Auch wenn die bisherigen Studien zumeist auf Tierversuchen basierten, so ist die Zukunft doch aussichtsreich, da das phänomenale Schwarzkümmelöl immer mehr in den Fokus der Wissenschaft gelangt! Die Sendung „Visite“ im NDR, das Fachblatt „Medical Tribune“ und das Gesundheitsmagazin „Sprechstunde“ des ZDF mit Antje Kühnemann und Dr. med. Günter Gerhardt widmeten sich dem Heilmittel des Propheten ausgiebig – dies trug nicht zuletzt zur erneuten aufkommenden Beliebtheit im Westen bei.

 

Die Kultivierung der Schwarzkümmel-Pflanze

Der botanische Name des ägyptischen Schwarzkümmels, der zu den Hahnenfußgewächsen zählt, ist Nigella sativa. Das einjährige Gewächs blüht im Juni oder Juli, wird 30-60cm hoch und trägt im Herbst mattschwarz schimmernde Früchte, die die wertvollen Schwarzkümmelsamen enthalten und einen angenehm würzigen Duft verbreiten. Die Pflanze stirbt von unten her ab, sobald die Früchte reif sind. Die Blätter sind an der Basis breit, werden nach oben hin schmaler und haben unregelmäßig gegliederte längliche Spitzen. Der Gartenschwarzkümmel, Nigella damascena, wird oft mit dem ägyptischen Schwarzkümmel verwechselt. Der Gartenschwarzkümmel hat länglichere Blätter, die die blauen Blüten einhüllen.

Der Schwarzkümmel wird vor allem in den warmen, niederschlagsarmen Gebieten Syriens, Indiens, Ägyptens und in der Türkei angebaut. Dort wird er vor Sonnenaufgang geschnitten, damit er durch den Tau oder Nebel am Morgen nicht feucht wird. Anschließend wird er zum Trocknen ausgelegt und anschließend werden die Samen ausgedroschen. Aus diesen Samen wird schließlich das wertvolle Wunderöl gewonnen.

Oftmals wird der Schwarzkümmel mit den uns bekannten Kümmelsorten Carum carvi oder dem indischen Kreuzkümmel, Cuminus, verwechselt. Diese Pflanzen sind nicht verwandt! Auch gibt es einige weitere Verwandte des Schwarzkümmels, die keine heilende Wirkung haben und sogar teilweise giftig sein können.

Dr. Schleicher, der ein in viele Sprachen übersetztes Buch über den Schwarzkümmel geschrieben hat und sich sehr für die Verwendung der Pflanze als Heilmittel einsetzt, hat zusammen mit UNICEF ein Projekt zur Ernteverdopplung ins Leben gerufen, damit in Zukunft noch mehr Menschen mit Schwarzkümmelöl versorgt werden können.

 

Hacks für Gartenfreunde: Schwarzkümmel anbauen

Für alle, die einen grünen Daumen haben, eine gute Nachricht: Der Anbau der Schwarzkümmel-Pflanze ist nicht sehr kompliziert und lohnt sich! Diese Wildpflanze findest du nicht nur im gut ausgestatteten Gartenhandel, sondern auch im Internet! Du kannst mit der Aufzucht der Samen ab April beginnen, oder aber eine Jungpflanze erstehen und diese auf deinem Balkon oder in deinem Garten an einem sonnigen Ort in humusreicher Erde einpflanzen. Was mag der Schwarzkümmel? Diese Pflanze mag es feucht, aber keine Staunässe, sie benötigt keinen Dünger und ist auch sonst sehr pflegeleicht. Mit ein wenig Glück hast du dann im März fertig gereifte Schwarzkümmelfrüchte, aus denen du die Schwarzkümmelsamen entnehmen kannst. Diese kannst du trocknen und für Rezepte oder zum erneuten Aussähen im nächsten April verwenden.

 

Gutes von schlechtem Schwarzkümmelöl unterscheiden lernen

Also, worauf musst du beim Kauf von Schwarzkümmelöl achten? Das Wunderöl kannst du in Kapselform oder als Öl in Apotheken, im Internet, in Reformhäusern oder Bioläden erwerben. Achte hierbei darauf, dass das Schwarzkümmelöl kalt gepresst wurde, damit all die wertvollen Nährstoffe noch im Öl enthalten sind. Ich selbst habe gute Erfahrungen mit kaltgepressten Ölen aus ökologischer Landwirtschaft aus Oberägypten, genauer aus Al-Baraka, gemacht, allerdings zeigt sich hier die Qualität auch im Preis! Gutes Schwarzkümmelöl wird auch in Niederösterreich produziert. Die Schwarzkümmelart „Kara Siva“ wird vor allem in Syrien und Ägypten angebaut und wird immer wieder für ihre gute Qualität gelobt. Die günstigeren Varianten sind zumeist mit anderen Ölsorten gestreckt oder wurden dem Prozess der chemischen Destillation unterzogen, bei dem der Stoff Terpene entstehen kann. Dieser Stoff kann Magenschmerzen und Verdauungsbeschwerden verursachen – und das wollen wir vermeiden, oder?

 

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